Wir sind jung. Wir sind stark. Filmvorführung und anschließende Diskussion

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Sommer, Sonne, Langeweile. Eine Gruppe Jugendlicher macht, was eine Gruppe Jugendlicher so macht. Doch dann kocht über, was brodelt: Aus Abhängen wird Aggression. Aus Gähnen wird Gewalt. Die Jugendlichen und andere Randalierer schmeißen Molotowcocktails auf ein Asylbewerber*innen-Heim. Und die Menge applaudiert. Wer hat versagt, wenn junge Menschen sich in eine falsche Ideologie flüchten?

Die Grüne Jugend Rhein-Sieg zeigt „Wir sind jung, wir sind stark“, einen Spielfilm über die Umstände der fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen 1992. Was uns das angeht? Auch 2016 gibt es Jugendliche, die sich rechte Ideen zu eigen machen – oder sogar selbst rechtsextrem sind. Warum? Und was lässt sich dagegen tun? Darüber möchten wir im Anschluss an den Film mit Carolin Hesidenz (Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus) diskutieren.

Am 13.12.2016, um 19:00h 

Im Theater am Park (Brückenstr. 31, 53783 Eitorf)

Kreismitgliederversammlung am 5.11.2016 um 14h in Siegburg

Wir laden euch zur nächsten Kreismitgliederversammlung (KMV) der Grünen Jugend Rhein-Sieg im Jahr 2016 ein. Die KMV findet am Samstag, den 05.11.2016 von 14-16 Uhr in der Casbah in Siegburg (Markt 35) statt.

Wahlen eines neuen Vorstandes

Auf der KMV stehen die Wahlen eines neuen Vorstandes an. Der geschäftsführende Vorstand besteht aus einem SprecherInnen-Team, einer Schatzmeisterin / einem Schatzmeister und einer Schriftführerin / einem Schriftführer. Dazu können wir noch BeisitzerInnen wählen. Außerdem müssen wir unsere VertrerInnen im Basisforum der GJ NRW, RechnungsprüferInnen und VertreterInnen in den Gremien der Grünen Rhein-Sieg wählen. Wenn ihr euch für eine der Aufgaben interessiert, freuen wir uns sehr über eure (gerne auch spontanen, formlosen) Bewerbungen bei der Kreismitgliederversammlung. Habt ihr noch Fragen zu den einzelnen Funktionen? Dann wendet euch gerne direkt an uns (vorstand@gjrs.de).

Anträge an die Mitgliederversammlung können bis zu Beginn der Mitgliederversammlung schriftlich eingereicht werden. Satzungsänderungsanträge können noch bis zum 26.10.2016 gestellt werden. Die aktuelle Satzung findet ihr auf unserer Homepage (www.gjrs.de).

Tagesordnung

1.) Formalia
2.) Satzungsänderungsanträge
3.) Vorstandswahlen
3a.) Wahl der SprecherInnen (ein weiblicher und ein offener Platz)
3b.) Wahl einer Schatzmeisterin / eines Schatzmeisters
3c.) Wahl einer Schriftführerin / eines Schriftführers
3d.) Beschluss über die zu wählende Anzahl von BeisitzerInnen
3e.) Wahl der BeisitzerInnen
4.) Wahl von VertreterInnen in Kreisvorstand und Kreisdelegiertenkonferenz der Grünen Rhein-Sieg
5.) Wahl der VertreterInnen im Basisforum der GJ NRW
6.) Wahl der RechnungsprüferInnen
7.) Planung des restlichen Jahres 2016
8.) Planung 2017 & Wahlkämpfe
9.) Terminankündigungen

Wir freuen uns auf Euch!

Veranstaltung von attac Rhein-Sieg: Fluchtursachen – made in Europe

Am Donnerstag, den 10.11.2016 veranstaltet attac Rhein-Sieg in Siegburg einen Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema „Fluchtursachen – made in Europe„.

Was in Öffentlichkeit und Presse wenig thematisiert wird: Europa ist in erheblichem Maß an der Schaffung von Fluchtursachen beteiligt. Attac möchte mit diesem ersten Vortrag einer Reihe zu einer Sichtweise beitragen, die globale Gerechtigkeit berücksichtigt und dem Rechtspopulismus entgegenwirkt.

„Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört“ (Flüchtlingsorganisation Karawane)

Vortrag mit anschließender Diskussion: Die Armen tragen der Reichen Last – Zusammenhänge zwischen Klimawandel, neoliberaler Wirtschaftspolitik und Migration, Irene Knoke (Südwind Institut)

Wo? Studiobühne Siegburg (Humperdinckstr. 27)

Wann? Donnerstag, 10.11.2016, Beginn 19.30 Uhr (Einlass 19.00Uhr)

Eintritt frei. Vor und nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit zum persönlichen Austausch, Infomaterial ist ausgestellt.

Kultur braucht Raum – Jugend braucht Raum, eine Solidaritätserklärung

Seit über 25 Jahren bertreibt das SJZ Jugendarbeit in verschiedensten Bereichen. Das Angebot reicht von regelmäßigen Thekenabenden über Musikkonzerte und Partys bis hin zu politischen Bildungsveranstaltungen und praktischen Workshops, bei denen Jugendlichen die Möglichkeit gegeben wird, eigenständig Alltagsgegenstände herzustellen oder zu reparieren.

Es stand immer im Vordergrund jungen Künstler*innen eine Bühne zu bieten und einen Anlaufpunkt für junge Menschen unabhängig ihrer Herkunft und finanziellen Möglichkeiten zu bieten. Dabei agierte man immer politisch unabhängig, spenden- bzw. eigenfinanziert und speiste seine Arbeit aus dem ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder. Dem SJZ ist es auch zu verdanken, dass zahlreiche Jugendliche, welche zunächst auf die ,,schiefe Bahn“ geraten waren, wieder einen Weg in eine geregelte Existenz gefunden haben. Im SJZ hatten diese die Möglichkeit, ihre Selbstwahrnehmung zu optimieren und zu lernen, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen, ohne wegen Ihrer Vorgeschichte, ihrem finanziellen Stand, ihrer Herkunft oder ihrer Sexualität vorverurteilt zu werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Jugendzentren, in denen professionelle Pädagogische Arbeit geleistet wird, ist es dem SJZ möglich, durch die Selbstorganisation wesentlich näher an der Lebenswelt der Jugendlichen zu interagieren und sie dadurch besonders gut zu erreichen.

Doch nun steht das SJZ kurz vor dem Aus. Seit Februar 2016 ist das SJZ obdachlos.

Um Wohnraum für Geflüchtete zu schaffen, wurden dem SJZ die Räumlichkeiten genommen. Auch wenn wir es begrüßen, dass die Stadt Geflüchteten Wohnraum zur Verfügung stellt, wirkt es als sollten die Interessen der Geflüchteten gegen die des alternativen Jugendprojektes ausgespielt werden. Alle anderen Vereine, die am Haufeld angesiedelt waren, erhielten alternative Räumlichkeiten. Nur das SJZ ging leer aus! Auch in den folgenden Gesprächen wollte man seitens der Stadt keine Lösung auf Augenhöhe finden. Man spekulierte auf die mangelnde Kenntnis des SJZ-Vorstandes im Immobilienrecht und scheute auch sonst keine Gelegenheit um das SJZ wegen Formalitäten zu vertrösten. Lediglich dem jungen Forum Kunst, welches dem SJZ alle zwei Wochen übergangsweise seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellt und dem JKC Troisdorf, in dessen Räumen gelegentlich Konzerte vom SJZ organisiert werden können, um die Kasse stabil zu halten ist es zu verdanken, dass das Vereinsleben noch nicht vollständig zum Erliegen gekommen ist.

Aus diesen Gründen fordern wir die Stadt Siegburg auf, das SJZ als Freiraum zu erhalten und es schnellstmöglich wieder in neuen Räumen unterzubringen!  Wer an unserer Jugend spart, der verzockt unsere Zukunft!

Jusos Siegburg

Grüne Jugend Rhein-Sieg

Linksjugend [‚solid] Rhein-Sieg

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Veranstaltung der Troisdorfer Grünen: Auf der Flucht von Syrien nach Troisdorf

Zwischen Freude und Verzweiflung, zwischen Ungewissheit und Hoffnung: Fotojournalist Erik Marquardt dokumentiert mit seinen Fotos das alltägliche Leben von Flüchtenden entlang der Balkanroute. Am Donnerstag, den 28.04.2016 um 19:30 Uhr schildert er in einem Fotovortrag seine Eindrücke und Erlebnisse auf der Fluchtroute.

Erik Marquardt hat Menschen auf ihrer Flucht von den ankommenden Booten in Griechenland über die Balkanroute bis hin nach Nordeuropa begleitet und unterstützt. Er hat den Weg der Flüchtlinge fotografisch festgehalten und sich
intensiv mit den Flüchtenden und ihrer Situation auf der Fluchtroute beschäftigt. Zuletzt hat Erik Marquardt einige Wochen an der griechisch-mazedonischen Grenze in Idomeni verbracht.

Erik Marquardt ist Fotojournalist, Mitglied des Parteirates von Bündnis 90/DIE GRÜNEN und ehemaliger Bundessprecher der Grünen Jugend. Im Anschluss gibt es auch die Möglichkeit mit Erik Marquardt und uns über die Situation zu diskutieren und Fragen zu klären.

Einladung zur Mitgliederversammlung am 20.03.2016 in Siegburg

Wir laden euch hiermit zu unserer ersten Kreismitgliederversammlung (KMV) der Grünen Jugend Rhein-Sieg im Jahr 2016 ein. Die KMV findet am Sonntag, den 20.03.2016 von 14-16 Uhr in der Casbah in Siegburg (Markt 35) statt.

Weitere Jahresplanung 2016

Im Mittelpunkt der Versammlung steht die weitere Planung des Jahres 2016. Bisherige Pläne sind eine Filmvorstellung („Wir sind jung. Wir sind stark.“) und eine Theatervorführung („Das Leben geht über 15 Runden“). Weitere Ideen sind natürlich herzlich willkommen.

Wahlen

Außerdem stehen noch Nachwahlen eines offenen Beisitzer*innenpostens und aufgrund eines Rücktritts auch Nachwahlen eines offenen Sprecher*innenpostens an. Und Rechnungsprüfer*innen werden ebenfalls gewählt.

Anträge an die Mitgliederversammlung können bis zu Beginn der Mitgliederversammlung schriftlich eingereicht werden. Satzungsänderungsanträge können noch bis zum 10.03.2016 gestellt werden. Die aktuelle Satzung findet ihr auf unserer Homepage (www.gjrs.de).

Tagesordnung

1.) Begrüßung und Vorstellung
2.) Formalia
3.) Satzungsänderungsanträge
4.) Wahlen
4.1) Nachwahl eines offenen Beisitzer*innenpostens
4.2) Nachwahl eines offenen Sprecher*innenpostens
4.3) Wahl der RechnungsprüferInnen
5.) Planung des restlichen Jahres 2016
5.1) Sachstand Filmreihe
5.2) Sachstand Theaterstück
5.3) Mitgliederwerbung
5.4) weitere Ideen?
6.) Wahljahr 2017
6.1) Ideen zum Landtagswahlprogramm
6.2) junggrüne Kandidat*innen? ggf. Votenvergabe
7.) Bericht zur Demo „Keine Hetze im Rhein-Sieg-Kreis! Für Menschlichkeit, Vielfalt und Solidarität“ bzw. zum Bündnis „Bunter Rhein-Sieg-Kreis“
8.) Terminankündigungen
9.) Votenvergabe für die LDK-Delegiertenwahlen

Euer Vorstand,

Imke, Nina, Tobi und Mara

Rund 1000 Menschen setzten Zeichen gegen rechte Hetze im Rhein-Sieg-Kreis

Klare Verhältnisse herrschten auf dem Siegburger Marktplatz: Während nur rund 150 teils weit angereiste Menschen dem Aufruf der „AfD“ nachkamen, setzten rund 1000 Bürgerinnen und Bürger ein deutliches Zeichen für Menschlichkeit, Vielfalt und Toleranz. Das neu gegründete Bündnis „Bunter Rhein-Sieg-Kreis“ war von Jusos, Grüner Jugend, Jungen Liberalen, SPD und Grünen ins Leben gerufen worden und hatte zur friedlichen Gegenkundgebung gegen den Aufmarsch der „AfD“ Rhein-Sieg aufgerufen. Dem Bündnis schlossen sich auch der DGB, die AWO, der SKM, die Kirchen und weitere Parteien wie CDU, FDP und Piratenpartei sowie Flüchtlingsinitiativen an.

Auf der Bühne bot das Bündnis ein buntes Programm aus Ansprachen und Live-Musik. Auch der PoetrySlammer „No Limit“ steuerte einen seiner Texte zum kulturellen Teil des Programms bei.

Den politischen Teil eröffnete Siegburgs Bürgermeister Franz Huhn (CDU), der sich bei den zahlreichen Helferinnen und Helfern bedankte, die bei der Versorgung von Flüchtlingen anpackten. Der Bürgermeister wehrte sich gegen die „würdelose Propaganda“ der „AfD“ und verwies darauf, dass die Nationalfarben nicht für „dumpfe Ab- und Ausgrenzung“ stünden. Der Juso-Kreisvorsitzende Mario Dahm forderte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf, den Mund aufzumachen gegen Rassismus und Hetze. „Diffuse Ängste und Hass sind eben kein politisches Konzept und daher ist die selbsternannte ‘AfD‘ auch keine Alternative“, so der Juso-Vorsitzende.

v.l.n.r. Mara Humpfle, Volker Beck, Imke Geske, Nina Droppelmann

v.l.n.r. Mara Humpfle, Volker Beck, Imke Geske, Nina Droppelmann

Extra aus Berlin angereist war Volker Beck, der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion. „Die AfD steht nicht für unsere kulturelle Tradition und nicht für die Zukunft unseres Landes“, so der Abgeordnete. Wie die anderen Redner betonte auch der Landtagsabgeordnete Dirk Schlömer (SPD), dass es nicht darum ginge, Probleme kleinzureden. Aber auf dem Rücken schutzsuchender Menschen dürfe niemand mit perfider Rhetorik seine rechtspopulistische Propaganda betreiben. „Hier stehen über 1000 Menschen von heute gegen 100 Ewiggestrige“, sagte Schlömer unter Applaus der Menge.

Sprecherin der Grünen Jugend Rhein-Sieg Imke Geske

Sprecherin der Grünen Jugend Rhein-Sieg Imke Geske

Imke Geske von der Grünen Jugend erinnerte daran, dass man bereits vor Jahren auf die rechten Tendenzen in der „AfD“ aufmerksam gemacht habe. „Es freut uns umso mehr, dass sich nun ein breites Bündnis aus Parteien, Jugendorganisationen, Gewerkschaften und Kirchen gegen diese rechte Ideologie stellt und ein starkes Zeichen setzt“, so die Sprecherin der Grünen Jugend.

Im Anschluss an die Reden sorgten die Bands „Jack&Joe+Maximus“ und „Die Lillis“ solange mit ihrer Musik für gute Stimmung, bis der letzte „AfD“-Sympathisant den Marktplatz geräumt hatte. Die Polizei sicherte die Kundgebungen mit einem großen Aufgebot. Alles blieb friedlich, sodass Siegburg an diesem Abend ein starkes Zeichen für einen bunten Rhein-Sieg-Kreis setzte.

Keine Hetze im Rhein-Sieg-Kreis! Bündnis ruft zu Demonstration für Menschlichkeit, Vielfalt und Solidarität in Siegburg auf

Am Donnerstag, den 18.2., lädt die „AfD“ Rhein-Sieg zu einem „Protestmarsch“ gegen das von der Partei so bezeichnete „Asylchaos“ in Siegburg ein. Damit die rassistischen Parolen nicht unwidersprochen bleiben, ruft ein neu gegründetes Bündnis „Bunter Rhein-Sieg-Kreis“ aus Jusos, Grüner Jugend, Jungen Liberalen, SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Rhein-Sieg-Kreis zu einer Kundgebung für Menschlichkeit, Vielfalt und Solidarität und gegen Rassismus, Hass und Hetze um 18.30 Uhr auf dem Siegburger Marktplatz auf. Neben zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind auch weitere unterstützende Organisationen gerne gesehen.

Gemeinsam wollen die Bündnispartner ein friedliches Zeichen für einen bunten, offenen und humanen Rhein-Sieg-Kreis setzen und fordern alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich den Parolen der selbsternannten „Alternative“ entgegenzustellen, die gezielt Politik auf dem Rücken von schutzsuchenden Menschen macht. Mit André Poggenburg hat die „AfD“ einen Redner vom besonders rechten Rand der Partei angekündigt. Die Gegen-Kundgebung soll eine Antwort der Anständigen auf Schießbefehl-Diskussionen, rassistische Vorverurteilungen, Nationalchauvinismus und Verschwörungstheorien sein, die das politische Klima im Land vergiften.

Ort und Uhrzeit der Kundgebung können sich noch ändern. Änderungen werden auf den Internetseiten der unterstützenden Organisationen und in den sozialen Netzwerken bekanntgegeben.

Das Bündnis ruft ausschließlich zu friedlichem Protest auf!

Aufruf Demo

Kein Parteien-Bashing auf dem Rücken von Trans*menschen!

Leserbrief an den General-Anzeiger

Am 4.12. erschien auf der Titelseite des General-Anzeigers der Artikel „Ein Herz für Minderheiten“, der sich mit dem Einsatz der Jusos in der SPD für die Belange und Rechte von Trans*menschen auseinandersetzte. Die Aussagen über den Stellenwert der Rechte eben jener Menschen bewegen uns dazu, mit diesem Leserbrief zu antworten. Es zeugt von einem fragwürdigen Menschenbild, dass hinter dem verspotteten Einsatz der Jusos für die Rechte von Trans*menschen lediglich ein fehlgeleitetes politisches Kalkül ausgemacht wird. Die Interessen dieser Menschen werden der Lächerlichkeit preisgegeben, wenn Herr Pfundt abfällig von jenen Menschen spricht, die „weder Männlein noch Weiblein“ sein wollen, so als handle es sich dabei um eine Karnevalskostümierung. Die Diskussion mag für viele abstrakt sein, weil man sich nicht vorstellen kann, wie das ist, transsexuell oder Transgender zu sein oder sich im falschen Körper zu fühlen. Wenn es dann heißt, dass das doch nur 20.000 bis 80.000 Menschen in Deutschland betreffe, deren Anliegen in die Nähe von Belanglosigkeiten gerückt werden, und das doch gar kein ausreichendes Wählerpotential für die SPD sei, ist das nichts anderes als menschenverachtend.

Hier schlägt man nicht auf den SPD-Nachwuchs ein, sondern auf Menschen, die in ihrem Alltag schon genug Diskriminierung erleben müssen. Das kann man sich als klassisch heterosexueller, weißer, männlicher Politikredakteur offenbar nicht vorstellen. Wir aber stehen für das Recht auf freie Selbstentfaltung des Einzelnen unabhängig von gesellschaftlichen Zwängen. Nimmt es der „Mehrheit“ etwas weg, wenn man auch „Minderheiten“ Gehör schenkt? Nein!

Und damit sind wir beim zweiten Punkt. Niemand muss sich persönlich für die Belange transsexueller Menschen interessieren. Aber Politik muss es. Folgt man den Ausführungen von Herrn Pfundt und seiner Prämisse, dass es in der Politik nicht um Inhalte, sondern stets um Wählerfang geht, dürften sich Parteien nur noch um die Interessen vermeintlich großer Bevölkerungsgruppen kümmern. In einem Land, das nach solchen Grundsätzen verfährt, möchten wir nicht leben. Ja, wir setzen uns auch für Minderheiten ein! Aus Überzeugung und nicht aus Berechnung, gerne auch gegen den Mainstream. Und dennoch ist es journalistisch unredlich, aus einem einzigen, wichtigen Antrag der Jusos zum SPD-Parteitag eine neue Strategie der SPD herauslesen zu wollen, so als habe die Sozialdemokratie nichts mehr zu bieten. Wenig zu bieten hat vielmehr der GA-Redakteur Pfundt, der sich über die als lächerlich gebrandmarkten Interessen von Trans*menschen erhebt, um die SPD als „Kleinstgruppen-Kümmerer“ zu verspotten. Wir können da leider nicht mitlachen.

Da sich der General-Anzeiger so interessiert an dem Thema zeigt, gehen wir nicht nur davon aus, dass diese Gegendarstellung auch auf der Titelseite erscheint, sondern bieten uns auch gerne an, eine ganze Reihe zur Situation und Lage von Trans*menschen mitzugestalten.

Mario Dahm, Jusos Rhein-Sieg

Jessica Rosenthal, Jusos Bonn

Imke Geske, Grüne Jugend Rhein-Sieg

Isabel Elsner & Lukas Benner, Grüne Jugend Bonn

Robert Wendt, SchLAu Rhein-Sieg

Kein Platz für rechte Parolen im Rhein-Sieg-Kreis

Am kommenden Freitag, den 13.11.2015 will Pro NRW unter anderem im Rhein-Sieg-Kreis Stimmung gegen Flüchtlinge machen. Um 14 Uhr in Königswinter und um 16 Uhr in Meckenheim will pro NRW ihre rechten Parolen verbreiten. Die Grüne Jugend Rhein-Sieg ruft zum Protest gegen rechte Stimmungsmache und für Toleranz auf. In Meckenheim findet ab 15:45h eine Gegendemonstration am HIT statt.

Dazu erklärt Imke Geske, Sprecherin der Grünen Jugend Rhein-Sieg:

„Wir setzen uns schon seit Jahren mit vielfältigen Aktionen entschieden gegen rechte Ideologien und für eine tolerante und offene Gesellschaft ein. Gemeinsam mit vielen anderen wollen wir auch am Freitag wieder ein starkes Zeichen gegen rechts setzen.“

Lars Beer, Sprecher der Grünen Jugend Rhein-Sieg, ergänzt:

„Mit ihrer Hetze gegen Flüchtlinge und insbesondere gegen den Islam schürt Pro NRW Vorurteile und Hass in der Gesellschaft. Deshalb rufen wir dazu auf: Beteiligt euch an den Gegendemonstrationen! Im Rhein-Sieg-Kreis ist kein Platz für rechte Parolen!“